Biografie

Neben seinen Gast-Dirigaten bei Opernhäusern und Orchestern war Gérard Korsten Musikalischer Leiter bei den London Mozart Players, dem South African State Theatre in Pretoria und dem Uppsala Chamber Orchestra. Von 1999 bis 2005 war er in gleicher Position beim Orchestra del Teatro Lirico di Cagliari (Sardinien) tätig. Nach 13 Jahren als Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg, wurde Gérard Korsten im Sommer 2018 zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit ernannt.

Zuletzt hat Gérard Korsten Produktionen für folgende namhafte Theater und Festivals dirigiert: Teatro alla Scala Mailand (Le nozze di Figaro); Opéra National de Lyon (Ariadne auf Naxos, Idomeneo, La Traviata, Siegfried, Die lustige Witwe und Henzes L’Upupa); Bregenzer Festspiele (Simon Laks’ L’Hirondelle inattendue, Die Zauberflöte, Le Rossignol, Der Schauspieldirektor); Deutsche Oper Berlin (La Traviata); English National Opera (Aida); Glyndebourne Festival (Cosí fan tutte, Albert Herring); Maggio Musicale Fiorentino (Cosí fan tutte); Netherlands Opera (Così fan tutte); New National Theatre Tokyo (Tosca); Royal Opera Stockholm (Don Giovanni) und Hungarian State Opera (Don Pasquale). Am Teatro Lirico di Cagliari leitete Gérard Korsten nicht nur Italien-Premieren von Richard Strauss’ Die ägyptische Helena, Webers Euryanthe, Delius’ A Village Romeo and Juliet sowie Schuberts Alfonso und Estrella, sondern er brachte ebenso regelmäßig Repertoire-Klassiker wie Don Giovanni, Die Zauberflöte, Il barbiere di Siviglia, Don Pasquale, La Traviata, Lucia di Lammermoor, Aida, Tosca, Carmen, Die Fledermaus und zuletzt Un ballo in maschera zur Aufführung.

In der Saison 2018/19 folgt Gérard Korsten unter anderem Wiedereinladungen zum Budapest Festival Orchestra, Orquesta Filarmónica de Gran Canaria, Swedish Chamber Orchestra und Uppsala Chamber Orchestra. Am Teatro Lirico di Cagliari dirigiert er in dieser Spielzeit die Opernaufführung von Il barbiere die Siviglia sowie zwei Sinfoniekonzerte. In der darauffolgenden Saison gibt Gérard Korsten sein Debüt bei der Kammerakademie Potsdam.

In Pretoria geboren, begann Gérard Korsten seine Laufbahn zunächst als Geiger. Nach seiner Ausbildung bei Ivan Galamian am Curtis Institute in Philadelphia ging er nach Salzburg, wo er bei Sándor Végh studierte, der ihn als Konzertmeister und stellvertretenden Musikalischen Leiter zu seiner Camerata Salzburg holte. 1987 wurde Korsten Konzertmeister des Chamber Orchestra of Europe und arbeitete dort neun Jahre lang eng mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt und Heinz Holliger zusammen.

Seit 1996 legt Gérard Korsten seinen künstlerischen Fokus auf das Dirigieren und ist regelmäßig zu Gast bei Orchestern wie dem Adelaide Symphony, BBC Scottish Symphony, Budapest Festival Orchestra, der Camerata Salzburg, dem Chamber Orchestra of Europe, Helsingborg Symphony, dem Hong Kong Philharmonic, Irish Chamber Orchestra, Latvian National Symphony, Orchestra della Svizzera Italiana, Orchestra Padova e Veneto, Scottish und Swedish Chamber Orchestras und dem SWR Sinfonieorchester Freiburg.

Die bei Arthaus erschienene DVD Le nozze di Figaro, aufgenommen an der Mailänder Scala mit Diana Damrau und Ildebrando d’Arcangelo in den Hauptrollen, wurde in Frankreich mit einem Diapason D’Or und in den USA als Critic’s Choice des Magazins Opera News ausgezeichnet. Weitere Einspielungen unter der Leitung von Gérard Korsten umfassen Tschaikowskis Serenade und Souvenir de Florence mit dem Chamber Orchestra of Europe (Deutsche Grammophon), Orchesterwerke von Crusell, Lindblad und Eggert (Naxos), La Veuve joyeuse (DVD, Erato) sowie einige Aufnahmen mit dem Teatro Lirico di Cagliari: Die ägyptische Helena, Euryanthe und Lucia di Lammermoor auf CD (Dynamic) und Alfonso und Estrella (Dynamic) und Don Pasquale (Arthaus) auf DVD.

Gérard Korsten hat zwei Töchter und lebt mit seiner Frau, der italienischen Sopranistin Eva Mei, in Zürich und Arezzo.