Biografie

Neben seinen Gast-Dirigaten bei Opernhäusern und Orchestern war Gérard Korsten Musikalischer Leiter bei den London Mozart Players, dem South African State Theatre in Pretoria und dem Uppsala Chamber Orchestra. Von 1999 bis 2005 war er in gleicher Position beim Orchestra del Teatro Lirico di Cagliari (Sardinien) tätig. Nach 13 Jahren als Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg, wurde Gérard Korsten im Sommer 2018 zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit ernannt.

In Pretoria geboren, begann Gérard Korsten seine Laufbahn zunächst als Geiger. Nach seiner Ausbildung bei Ivan Galamian am Curtis Institute in Philadelphia ging er nach Salzburg, wo er bei Sándor Végh studierte, der ihn als Konzertmeister und stellvertretenden Musikalischen Leiter zu seiner Camerata Salzburg holte. 1987 wurde Korsten Konzertmeister des Chamber Orchestra of Europe und arbeitete dort neun Jahre lang eng mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt und Heinz Holliger zusammen.

Gérard Korsten hat über 100 Orchester in 24 Ländern geleitet. Er ist regelmäßig zu Gast bei Orchestern wie dem Adelaide Symphony, BBC Scottish Symphony, Budapest Festival Orchestra, der Camerata Salzburg, dem Chamber Orchestra of Europe, Gävle Symfoniorkester, Hong Kong Philharmonic, Irish Chamber Orchestra, Orchestra di Padova e del Veneto, Scottish und Swedish Chamber Orchestra, sowie dem SWR Sinfonieorchester Freiburg.

In der Saison 2019/20 wird Gérard Korsten Einladungen zum Gävle Symfoniorkester, Jönköping Sinfonietta, London Mozart Players, Orchestra d’Auvergne, Orchestra di Padova e del Veneto, Orquesta Filarmónica de Gran Canaria, Palaù de la Música de Valencia, Philharmonisches Orchester Heidelberg, Symphonieorchester Vorarlberg, Teatro Lirico di Cagliari und Uppsala Chamber Orchestra folgen. Im Sommer 2020 leitet er mit dem Philharmonia Orchestra die Produktion von Fidelio an der Garsington Opera.
Zuletzt hat Gérard Korsten Produktionen für folgende namhafte Theater und Festivals dirigiert: Teatro alla Scala Mailand (Le nozze di Figaro); Opéra National de Lyon (Ariadne auf Naxos, Idomeneo, La Traviata, Siegfried, Die lustige Witwe und Henzes L’Upupa); Bregenzer Festspiele (Simon Laks’ L’Hirondelle inattendue, Die Zauberflöte, Le Rossignol, Der Schauspieldirektor); Deutsche Oper Berlin (La Traviata); English National Opera (Aida); Glyndebourne Festival (Cosí fan tutte, Albert Herring); Maggio Musicale Fiorentino (Cosí fan tutte); Netherlands Opera (Così fan tutte); New National Theatre Tokyo (Tosca); Royal Opera Stockholm (Don Giovanni) und Hungarian State Opera (Don Pasquale). Am Teatro Lirico di Cagliari leitete Gérard Korsten nicht nur Italien-Premieren von Richard Strauss’ Die ägyptische Helena, Webers Euryanthe, Delius’ A Village Romeo and Juliet sowie Schuberts Alfonso und Estrella, sondern er brachte ebenso regelmäßig Repertoire-Klassiker wie Aida, Carmen, Die Fledermaus, Die Zauberflöte, Don Pasquale, Il barbiere di Siviglia, La Traviata, Lucia di Lammermoor, Tosca, Un ballo in maschera und zuletzt Don Giovanni zur Aufführung.

Die bei Arthaus erschienene DVD Le nozze di Figaro, aufgenommen an der Mailänder Scala mit Diana Damrau und Ildebrando d’Arcangelo in den Hauptrollen, wurde in Frankreich mit einem Diapason D’Or und in den USA als Critic’s Choice des Magazins Opera News ausgezeichnet. Weitere Einspielungen unter der Leitung von Gérard Korsten umfassen Tschaikowskis Serenade und Souvenir de Florence mit dem Chamber Orchestra of Europe (Deutsche Grammophon), Orchesterwerke von Crusell, Lindblad und Eggert (Naxos), La Veuve joyeuse (DVD, Erato) sowie einige Aufnahmen mit dem Teatro Lirico di Cagliari: Die ägyptische Helena, Euryanthe und Lucia di Lammermoor auf CD (Dynamic) und Alfonso und Estrella (Dynamic) und Don Pasquale (Arthaus) auf DVD.

Gérard Korsten hat zwei Töchter und lebt mit seiner Frau, der italienischen Sopranistin Eva Mei, in Zürich und Arezzo.